Informationen Energieausweis
Energieausweis für Wohngebäude
Der Energieausweis liefert Daten zur Energieeffizienz Ihres Gebäudes. Da der Energiebedarf von Gebäude zu Gebäude stark variieren kann ist es bisher schwierig gewesen diese zu vergleichen. Die Informationen im Energieausweis ermöglichen es den Energiebedarf verschiedener Gebäude miteinander zu vergleichen.
Mit Hilfe des Energieausweises lassen sich anfallende Energiekosten abschätzen, sodass zukünftige Mieter oder Käufer diese Informationen in ihre Miet- oder Kaufentscheidung mit einfliessen lassen können. Die von einem Experten vorgenommene objektive Einschätzung erlaubt dem Mieter oder Käufer eine energiesparende Immobilie einfacher zu erkennen. Man kann ganz einfach ablesen ob man tendenziell mit hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen muss.
Warum ein Energieausweis?
In privaten Haushalten machen die Heizkosten den Großteil der Betriebskosten aus. Im Gegensatz zu vielen Haushaltsgeraeten und Autos, ist der Energiebedarf von Gebäuden dem Nutzer meist nicht bekannt.Der Energieausweis soll diesem Problem Abhilfe schaffen, indem er für mehr Transparenz und Klarheit auf dem Immobilienmarkt sorgt. Der Energieausweis ermöglicht es Mietern und Käufern erstmals den Energiebedarf oder -verbrauch verschiedener Gebäude miteinander zu vergleichen.
Wie man es von dem Energielabel auf vielen Haushaltsgeräten wie zum Beispiel von Waschmaschinen und Kühlschränken kennt, soll jetzt mit dem Energieausweis für Wohngebäude mit der Energieeffizienz von Wohngebäuden geworben werden.
Um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen, hat Österreich zugesagt die Treibhausgasemissionen bis 2012 um 13% (bezogen auf 1990) zu reduzieren. Der Energieausweis hilft diese Ziele zu verwirklichen und Österreich eines der saubersten und klimafreundlichsten Länder Europas zu machen.
Welche Informationen enthält der Energieausweis?
Der Energieausweis enthält detaillierte Informationen zu den Energiewerten ihres Gebäudes.
Erklärung der Begriffe im Energieausweis:
Spezfischer Heizwärmebedarf HWB (Energiekennzahl):
Der spezifische Heizwärmebedarf (die eigentliche Energiekennzahl) ist der gebräuchlichste Vergleichswert, um die thermische Qualität der Gebäudehülle zu beschreiben. Diese Energiekennzahl wird in kWh/m².a angegeben (sprich: Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr). Sie sagt aus, wieviel Energie Ihr Haus pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Raumwärme benötigen würde, wenn es am Referenzstandort stehen würde (also auf Basis eines Referenzklimas, nicht am tatsächlichen Standort). Damit ist dieser Wert zum Vergleich der thermischen Qualität von Häusern sehr gut geeignet. Um den Kennwert auf einen Blick abschätzen zu können wird er neben die farbige Skala in der entsprechende Kategorie gedruckt.
Spezifischer Heizwärmebedarf HWB (standortbezogen):
Dieser Heizwärmebedarf beschreibt den zu erwartenden Energieverbrauch bei Ihrem Haus. Je nach Ihrem Benutzerverhalten (energiesparendes Verhalten) kann Ihr tatsächlicher Verbrauch auch abweichen. Bei Neubauten ist im ersten Jahr der Verbrauch oft deutlich erhöht, weil Bauteile noch austrockenen müssen.
Warmwasserwärmebedarf WWWB, Heiztechnikenergiebedarf THEB:
Der Energiebedarf für die Warmwasserbereitstellung und der Energiebedarf für die Verluste der Heizungsanlage (bei Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Abgabe).
Endenergiebedarf:
Die notwendige von außen zugeführte Energiemenge für Raumwärme und Warmwasser.
Brutto-Grundfläche:
Wird auch als Bruttogeschoßfläche oder Bruttogrundrissfläche bezeichnet. Die Bruttogrundfläche ist die Summe aller Flächen inklusive der Wände (ohne Wände wäre es die Nettogeschoßfläche). Auf diesen Wert wird der jährliche Energiebedarf bezogen.
Kompaktheit (A/V-Verhältnis):
Diese stellt einen Kennwert für die Gebäudegeometrie dar. Nähere Details dazu finden Sie hier.
Klimaregion:
In der Realität wird das Haus einen anderen Energiebedarf haben als am Referenzstandort. Aus diesem Grund wird das Standortklima mittels der Klimaregionen berücksichtigt.
Klimadaten:
Die Klimadaten beschreiben die langjährigen Durchschnittswerte für Ihre Bauadresse. Die Heiztage beschreiben die Anzahl der Tage, an denen in durchschnittlichen Häusern geheizt werden muss. Die Heizgradtage beschreiben dazu noch, wieviel Temperaturunterschied an den Heiztagen zwischen außen und innen besteht. Die Normaußentemperatur gibt die kälteste Durchschnittstemperatur im Jahr an (im langjährigen Durchschnitt). Die Globalstrahlung ist jene Energie, die von der Sonne auf einen m² ebene Fläche während einer Heizperiode geliefert wird.
Der U-Wert beschreibt bei einem Bauteil (z.B. Wand oder Fenster) den Wärmedurchgang je Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Der U-Wert sollte also bei jedem Bauteil der thermischen Hülle möglichst niedrig sein. Im Energieausweis ist deshalb auch der mittlere U-Wert der Gebäudehülle angegeben.
(Quelle: www.energieausweis.at )



